Motomonday #4 - Hebelsetup für entspannte Unterarme

Feb 23, 2025
Hebeleinstellung fürs Offroad Fahren mit einer BMW GS 1300 Adventure

Es könnte einfacher nicht sein, hat aber eine enorme Wirkung auf dein Fahrgefühl.

Viel zu oft sieht man Fahrer mit völlig unpassenden Hebelpositionen – zu hoch, zu tief oder mit einem schlecht eingestellten Druckpunkt. Das Resultat? Verkrampfte Unterarme, weniger Kontrolle und schneller ermüdende Hände. Dabei lässt sich das mit wenigen Minuten Aufwand vermeiden.

 

Letztes Mal...

ging es um eine feinfühlige Kupplungskontrolle. Rate mal, wie du dir das Thema (neben vielem Üben) noch leichter machen kannst!

Die richtige Hebeleinstellung sorgt nicht nur für mehr Komfort, sondern auch für bessere Kontrolle. Stell dir vor, du musst bei jeder Kupplungs- oder Bremsbetätigung unnötig viel Kraft aufwenden oder dein Handgelenk in eine unnatürliche Position bringen. Okay, vielleicht kostet das nicht Energie oder macht nimmt direkt einen riesigen Einfluss aufs Fahren. Aber allem voran nervt es, und auch den Faktor sollte man nicht außer Acht lassen.

 

Die richtige Höhe

Das erste, worauf du achten solltest, ist die Höhe der Hebel. Viele stellen sie so ein, dass sie im Sitzen perfekt erreichbar sind, nur um dann festzustellen, dass sie im Stehen ihre Handgelenke unangenehm abknicken müssen. Das ist nicht nur anstrengend, sondern reduziert auch die Präzision. Andersherum kann es genauso problematisch sein: Sind die Hebel zu tief eingestellt, fühlen sie sich im Stehen vielleicht gut an, aber im Sitzen sind die Unterarme überstreckt, was langfristig zu Verspannungen führen kann. Wie so oft liegt die beste Lösung in der Mitte – ein Kompromiss zwischen beiden Positionen.

 

Der Druckpunkt - wie nah soll's denn sein?

Neben der Höhe spielt auch der Druckpunkt eine entscheidende Rolle. Hier gibt es verschiedene Vorlieben, doch eine einfache Faustregel hilft: Stelle die Hebel so ein, dass du mit einem oder zwei Fingern ziehen kannst und die Kupplung vollständig trennt, bevor der Hebel deine restlichen Finger berührt - ein Luftspalt sollte verbleiben. So bleibt die Kontrolle erhalten, ohne dass du zu tief in die Hand greifen musst. Manche bevorzugen einen näher am Lenker liegenden Druckpunkt, weil man dort mehr Kraft hat und es so oft leichter zu dosieren ist. Andere mögen einen weiter entfernten Druckpunkt, der etwas mehr Gefühl erlaubt, aber sich erstmal unnatürlich anfühlen kann.

 

 

Jetzt bist du dran:

Nimm dir beim nächsten Mal auf dem Motorrad ein paar Minuten Zeit und teste verschiedene Einstellungen. Am Besten hast du das nötige Werkzeug direkt dabei, um unterwegs Anpassungen vorzunehmen. Setze die Hebel absichtlich mal zu hoch oder zu tief, um zu spüren, wie sich das auswirkt. Wenn du den Unterschied bewusst wahrnimmst, findest du schneller die optimale Position für dich. Sobald du einmal das perfekte Setup hast, wirst du merken, wie viel entspannter du unterwegs bist – und du wirst es nie wieder anders machen wollen. Und auch, wenn du wieder auf die gleiche Einstellung wie zu Beginn kommst - jetzt weißt du zumindest, dass du genau richtig liegst!

Viel Spaß beim Schrauben und Fahren.

-Jan und Felix

 

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